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Freiheit – und alles, was damit zu tun hat

Nominierung der Republikanischen Partei

Donnerstag 7. Februar 2008 von nath

Auch in Deutschland bekommen wir ja ein bisschen von den Vorwahlen in den USA mit. Aber da schon die Amerikanischen Medien und die dortige Bevölkerung das Wahlsystem kaum verstehen, tut das hier natürlich erst recht kaum jemand.

Ein entscheidendes Mißverständnis sind die Ergebnisse der einzelnen Staaten, die in den letzten Tagen durch die Zeitungen gingen. Zum großen Teil sind diese Ergebnisse bloß Abstimmungen ohne wirkliche Folgen. Die Delegierten, die im Herbst auf dem Nationalen Parteitag die Kandidaten festlege, sind nicht unbedingt an diese Ergebnisse gebunden.

Von den 2380 Delegierten auf dem GOP Parteitag in St. Paul sind

  • 463 an das Ergebnis ihres Staates gebunden
  • 565 sind beim ersten Wahlgang an dieses Ergebnis gebunden
  • 383 sind bei den ersten beiden Wahlgängen gebunden
  • 318 sind bei den ersten dreien gebunden

Die üblichen Mißverständnisse kommen daher, dass es seit 80 Jahren jedes Mal einen klaren Gewinner bereits beim ersten Wahlgang gab, also ein Kandidat beim ersten Wahlgang mehr als 1180 Delegierte auf sich vereinigen konnte. Dieses Jahr ist das anders. Es sind in der Republikanischen Partei noch ca. 1100 Delegierte zu vergeben (in den Staaaten, die noch nicht gewählt haben). Der derzeitige Favorit McCain benötigt noch ca. 600 Delegierte um die “magische Zahl” von 1180 Delegierten zu erreichen. Es gibt aber nur noch drei relativ kleine “Winner takes all” Staaten, beim Rest werden die Delegierten prozentual aufgeteilt. Somit ist es eher unwahrscheinlich, dass McCain die nötige Zahl für den Sieg im ersten Wahlgang zusammen bekommt.

Es bleibt also spannend.

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